Merkels Autogipfel: Wieviele Flops kann sich Deutschland noch leisten?

 

„Merkels Autogipfel: wieviele Flops kann sich Deutschland noch leisten?“

Die Geschichte der E-Mobilität in Deutschland ist eine Abfolge von leeren Wahlversprechen und praktischen Misserfolgen der Ära Merkel, analog zu Merkels „Erfolgsgeschichte“ Hauptstadtflughafen BER.

Bereits 2008 versprach Merkels damaliger Umweltminister Sigmar Gabriel 1 Million Elektroautos bis 2020 (1). 9 Jahre später wiederholte Gabriel, diesmal als Wirtschaftsminister, dieses vollmundige Versprechen, obwohl klar war, dass es unerreichbar sein wird (2).

Stand heute stromern in Deutschland gerade einmal 85.000 E-Autos – ein komplettes Versagen angesichts der ursprünglichen Planungen (3).

Ob der Staat überhaupt die Rolle des Koordinators für zukunftsfähige PKW-Antriebe übernehmen sollte, ist höchst fragwürdig und ist in dieser Form nur in Merkels inzwischen auf links gebürsteter Koalition aus CDU und SPD denkbar, oder im totalitären China. Das Aushebeln marktwirtschaftlicher Kräfte durch Merkels dirigistische Autopolitik wird auf lange Sicht kontraproduktiv sein. Sie war es auch schon immer. Mehr Steuergeld für die E-Mobilität heißt nicht, dass der Kunde die E-Autos bereitwillig kaufen wird. Angebot und Nachfrage, also das Grundprinzip einer funktionierenden Marktwirtschaft, haben bisher schon gezeigt, wie wenig attraktiv E-Autos mit ihrer begrenzten Reichweite und den langen Ladezyklen für die Autofahrer sind.

Heute findet also wieder eine Marketingshow der angeschlagenen Kanzlerdarstellerin statt, mit der sie über ihr persönliches Versagen hinwegtäuschen will. Von einem „Autogipfel“ ist die Rede, selbst ein seriöses Fachblatt wie die „Automobilwoche“ lässt sich zu dem Titel „Umbruch in der Autobranche“ hinreißen (4). Ein Umbruch mit Merkel heißt immer mehr Kosten für den Verbraucher, wie schon beim EEG und den daraus folgenden, höchsten Strompreisen in Europa.

Neben den deutschen Autoherstellern VW, Mercedes und BMW nehmen der Verband der Automobilindustrie (VDA), die 5 größten Zulieferer, die 3 Ministerpräsidenten aus Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern sowie der Chef der IG Metall an dem Treffen teil (5). Es werden drei Themenfelder besprochen: 1. ein „Masterplan Ladeinfrastruktur“, 2. das vernetzte Fahren sowie 3. der „Beschäftigungswandel“. Was mit dem dritten, ominösen Titel gemeint ist, wird schnell klar angesichts der jüngsten Hiobsbotschaften der Automobilhersteller und -zulieferer: Die Branche rechnet mit Jobverlusten in sechsstelliger Höhe in den nächsten Jahren (6).

Steuergeld für die Förderung von Elektroautos und hunderttausende verlorene Jobs? Das soll die Zukunft der deutschen Automobilindustrie sein?

Selbst wenn die steuerlichen Anreize greifen sollten, wird der Export deutscher Elektro-Autos in einem schwierigen Marktumfeld stattfinden: Im unteren Preissegment ist der französische Renault Zoe mit 20.000 € Preisführer, während der neue VW ID.3, dessen Produktion heute im VW-Werk Zwickau hochgefahren wurde, 30.000 € kosten wird.

VW setzt zu 100 % auf Elektromobilität, obwohl der wichtigste Wettbewerber Toyota eine mehrgleisige Strategie mit Wasserstoffantrieb und synthetischen Kraftstoffen fährt.

Aber die Schlagzeilen des heutigen Tages gehören der „Klimakanzlerin“, die einmal mehr Versprechen in die Welt setzen lässt, die wieder nicht gehalten werden.

Bis 2021 sollen 100.000 neue Ladestationen für Elektrofahrzeuge entstehen. Anfang 2019 gab es gerade einmal 17.000 Ladestationen (7), der Bau einer einzigen öffentlichen Ladestation kostet bis zu 30.000 €. Es müssten also mindestens 3.500 Ladestationen pro Monat neu gebaut werden – eine Investition von 2,5 Milliarden Euro.
Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Merkels „Autogipfel“ ein weiterer Sargnagel am Wirtschaftsstandort Deutschland wird.

O.S.

(1) https://www.spiegel.de/…/eine-million-elektroautos-bis-2020…
(2) https://www.youtube.com/watch?v=T4162oE-sYY
(3) https://www.kba.de/…/Fahr…/pm05_fz_bestand_pm_komplett.html…
(4) https://www.automobilwoche.de/…/umbruch-in-autobranche-spit…
(5) https://www.handelsblatt.com/…/aktionsplan-el…/25180984.html
(6) https://www.t-online.de/…/vormarsch-der-elektroautos-die-ru…
(7) https://de.statista.com/…/ladestationen-fuer-elektroautos-…/

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